Das DIE verfügt über ein umfangreiches Archiv der Volkshochschule-Programme aus kontinuierlicher und flächendeckender Sammlung seit 1957.

Volltextrecherche

Hier gelangen Sie zur Volltextrecherche, die es Ihnen ermöglicht, digital vorhandene VHS-Programme aus einem Sample nach einzelnen Wörtern zu durchsuchen und durchzublättern.

Print-Bestände

Das DIE archiviert ca. 60.000 gedruckte VHS-Programme. Durchsuchen Sie hier die Print-Bestände.

Liste der Sammlungen

Von hier aus greifen Sie über eine nach Volkshochschulen geordnete Liste auf einzelne VHS-Programme aus einem Sample zu.

Trends Worthäufigkeiten

Recherchieren Sie, wie häufig Wörter im Verlauf der Zeit in den VHS-Programmen eines Samples vorkommen.

Das Archiv gliedert sich in zwei Teilbestände: Print-Archiv und Online-Archiv.

Das DIE verfügt über ein umfangreiches Archiv der Volkshochschul-Programme aus kontinuierlicher und flächendeckender Sammlung seit 1957. Programme aus den Nachkriegsjahren gibt es vorwiegend für die alte Bundesrepublik. Vereinzelt reichen die Bestände sogar bis in die 1930er Jahre zurück. Insgesamt umfasst das Print-Archiv etwa 60.000 Programme.

Die flächendeckende Archivierung der gedruckten Programmpläne wurde mit dem Arbeitsjahr 2003/2004 eingestellt und durch das Online-Archiv ersetzt.

Nutzerin studiert VHS-Programmpläne

Die Programme des Print-Archivs sind bibliographisch erfasst.

Die Bestände des Print-Archivs können Sie im Einzelnen über diese Suchmaske ermitteln.

Die Programme können im DIE eingesehen werden.

Online-Archiv (ab 1957)

Reduzierung auf ein repräsentatives Sample

Aus den in 2004 bestehenden 967 Volkshochschul-Hauptstellen wurde 2008 ein Sample von fünfzig Einrichtungen zusammengestellt, das ein breites Spektrum der Volkshochschularbeit in Deutschland abbildet. Kleine und große, Gemeinde- und Kreis-VHS sowie Zweckverbände, lokal und regional arbeitende Volkshochschulen fanden Eingang in das Archiv. Im Sample finden sich Volkshochschulen aus jedem Bundesland. Außer Bremen und Hamburg ist jedes Land mit mindestens zwei Einrichtungen vertreten, bei den Flächenländern ist die Anzahl der berücksichtigten VHS angelehnt an die Bevölkerungszahl. Innerhalb der Länder wurden Volkshochschulen mit unterschiedlichem Leistungsvolumen (gemessen in Unterrichtsstunden) sowie mit strukturell unterschiedlichen Einzugsgebieten („Kreistypen“) ausgewählt.

Das Sample wird im Artikel „Heuer, K. u.a. (2008): Neuer Service für die Programmforschung. In: DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung, H. 4, S. 46–48“ beschrieben. „Volkshochschulen im repräsentativen VHS-Programm-Sample“ listet die Sample-Einrichtungen auf.

Ab 2004 wurden ausschließlich Programme der Sample-Einrichtungen in digitaler Form gesammelt.

Retrodigitalisate (bis 2003)

Im DFG-Projekt RetroPro (Oktober 2012–Dezember 2013) wurde ein Großteil der Printausgaben von Programmen der Sample-Einrichtungen digitalisiert, die im Kern zwischen 1957 und 2003 erschienen sind. Hierzu wurden neben den Programmen aus dem Print-Archiv im DIE Vorlagen aus örtlichen Archiven und aus Archiven der Volkshochschulen herangezogen. Die Programme von neun Volkshochschulen konnten aus urheberrechtlichen Gründen nicht berücksichtigt werden. In „Volkshochschulen im Projekt RetroPro“ finden Sie die beteiligten Volkshochschulen.

In einem zweiten Projekt soll diese Datenbasis – soweit die Archivbestände dies zulassen – vervollständigt werden. Zu beachten ist, dass bis zur Veröffentlichung des zweiten Arbeitspaketes ein Ungleichgewicht zugunsten einzelner großstädtischer Volkshochschulen besteht.

Bisher wurden etwa 3.400 Programme mit etwa 270.000 Seiten digitalisiert.

aktuelle Datenbasis des gesamten Online-Archivs (Seiten pro Jahr)
insgesamt 373686 Seiten:

Aktueller Stand der Datenbasis Aktueller Stand der Datenbasis 1941 1945 1949 1953 1957 1961 1965 1969 1973 1977 1981 1985 1989 1993 1997 2001 2005 2009 2013 1 1096 2191 3286 4381 5476 6571 7666 8761 9856 10951 12046 13141 14236 15331 16426

Programme der ...

inklusive retrospektiver und zukünftiger Entwicklungen ausgehend von 2004




















Recherche und Nutzung

Die Programme sind bibliographisch beschrieben und mit zitierfähigen Identifikatoren bis auf Seitenebene versehen. Weitere dokumentierte Merkmale sind die „Kreistypen“ (Struktur des Einzugsbereiches) und – im Kern ab 2004 – die enthaltenen Programmbereiche. Die Volltexte sind auf Seitenebene indexiert.

Die Bestandsübersicht auf der Programmarchiv-Rechercheoberfläche können Sie nach Ihren Kriterien – auch anhand von Stichwörtern aus den Volltexten – eingrenzen.

Fast alle Programme stehen als Open Access zur Verfügung. Die Retrodigitalisate können als PDF, Textdatei oder Bilddatei heruntergeladen werden oder im DFG-Viewer betrachtet werden. Die ab 2004 gesammelten Programme stehen als PDF zum Download bereit. Bitte beachten Sie – vor allem bei PDF –, dass die Dateien teils sehr groß sind. Ergänzend steht ein Analyse-Tool für Worthäufigkeiten in den Programmen bereit. Einzelne digitalisierte Programme dürfen nur zu Forschungszwecken eingesehen werden. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an uns.

Beispiel aus dem Programm-Archiv: Kursangebot Bonn, 1966 – Sind die Beatles ein psychologisches Problem?

Nutzen

Zahlreiche Forschungsarbeiten der (historischen) Erwachsenenbildung basieren auf den Programmplänen von Weiterbildungseinrichtungen. Das DIE unterstützt diese Vorhaben mit seinen Beständen. Sie sind ein reichhaltiger Fundus für die Analyse neuerer Entwicklungen in der Weiterbildung ebenso wie für historische Untersuchungen.

Die Programme spiegeln lokale und überregionale Ereignisse, Sprache und Gestaltung der Zeit, Kultur-, Verwaltungs- und Sozialgeschichte wider. Aus dieser Perspektive sind Volkshochschulprogramme auch für Forschungsdisziplinen außerhalb der Erwachsenenbildung lohnende Quellen.

Es ist mögliche, Analysen über einen Zeitraum von fünfzig Jahren und länger durchzuführen.

Mithilfe der quantitativen Daten, die die Weiterbildungsstatistik bereitstellt, kann die vergleichende Analyse von Programmen und die Auswahl von Fällen für qualitative Studien vom DIE zusätzlich unterstützt werden.

Eingehend wird unter dem Punkt Programmforschung auf die Beforschung von Weiterbildungsprogrammen eingegangen.

Kontakt

Dr. Klaus Heuer