Die Preisverleihung fand am 1.Dezember 2014 in Bonn statt und wurde mit einem Grußwort von Reinhard Limbach, Bürgermeister der Stadt Bonn, eröffnet.

Preisträger des Innovationspreises 2014 :

Erster Preisträger ist das Projekt „Hörpfade“, in dem Kursteilnehmende in bayerischen Volkshochschulen persönliche Audioguides über die Region, in der sie leben, produzieren und so eine „klingende Landkarte“ Bayerns auf www.hoerpfade.de entstehen lassen. Die Audioguides machen die Vielfalt regionaler Geschichte, Kunst und Kultur erlebbar. Die Kursleitenden werden von Journalist/innen und Mediencoaches des Bayerischen Rundfunks (BR) professionell geschult, gleichzeitig unterstützt der BR das Projekt medial.

Auch um das Hören geht es beim „Ich-kann-nicht-singen-Chor“ der Urania Berlin e.V., der mit dem Vorurteil aufräumen will, dass die meisten Menschen nicht singen können. Das Bildungsangebot lädt alle ein, die sich bisher nicht getraut haben mit anderen zusammen zu singen. Die Chormitglieder produzieren erstaunliche Hörerlebnisse, ohne dass eine einzige Note dabei gelesen wird! Die Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau hingegen widmet sich auf ihren jährlichen internationalen Kunstsymposien der bildenden Kunst, die einen dauerhaften Platz am Kunstwanderweg Kleinbreitenbach finden. Ein Angebot der kulturellen Bildung, das alle Bevölkerungsgruppen der Region einlädt und integriert.

Zwei Kulturinstitutionen erhalten die Sonderpreise: die Kunsthalle in Emden für das interaktive Projekt „Ortung“, mit dessen Entdecker-Kit Reisende ihr Erleben künstlerisch dokumentierten. Die Ergebnisse der künstlerischen Forschungsreisen sind ein gelungenes Beispiel für die Aktivierung von (Nicht-)Besucher/innen.
Das Theater-Bildungs-Projekt „Trilogie des Geldes“ verfolgt die Idee einer theatralen Akademie für Wirtschaftswissenschaft. Wirtschaftliche Muster werden als Theaterszenarien begriffen und auf in diesem darstellerischen Zugang wird sichtbar, wie wirtschaftliche Prozesse politischer Entscheidungen funktionieren. Das Projekt schafft damit ein Forum des Verstehens und Hinterfragens wirtschaftlicher und politischer Zusammenhänge mit künstlerischem Zugang.

Weitere Informationen und Fotos zu den Preisträgern finden Sie auch in der Broschüre zur Preisverleihung.

Laudatii der Juroren:


Dr. Olaf Kutzmutz zu „Hörpfade“
Prof. Dr. Steffi Robak zu „Ich-kann-nicht-singen-Chor“
Prof. Dr. Richard Stang zu „Internationales Kunstsymposium und Kunstwanderweg Kleinbreitenbach“
Prof. Dr. Annette Noschka-Roos und Prof. Dr. Kristin Westphal zu „Ortung“ und „Triologie des Geldes I-III“

Gefördert wird der Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung auch in diesem Jahr wieder durch den W. Bertelsmann Verlag. W. Arndt Bertelsmann sprach ein Grußwort und überreichte die Schecks und Buchpakete persönlich an die Preisträger.

Schirmherr

Als Schirmherr des Preises für Innovation in der Erwachsenenbildung 2014 konnte Prof. Dr. Eckart Liebau gewonnen werden. Er ist Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Kulturelle Bildung am Institut für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Vorsitzender des Rats für Kulturelle Bildung.

Jury zum Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung 2014

Eine unabhängige Jury wählt die Preisträger aus. Das DIE konnte Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Bereichen der Kulturellen Bildung gewinnen (alphabetisch aufgeführt):

Prof. Dr. Max Fuchs Honorarprofessor an der Universität Duisburg-Essen (Kulturarbeit), Ehrenvorsitzender des Instituts für Bildung und Kultur sowie Mitglied der deutschen UNESCO-Kommission.

Prof. Dr. Wiltrud Gieseke Seniorprofessorin für Erwachsenenpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin, Mitglied des Vor­standes und der Fachgruppe Kulturelle Bildung der Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung e.V., Mitglied im wissenschaftlichen Bereit des DIE sowie Mitglied in der Experten­gruppe zur Zuordnung von Ergebnissen nicht-formalen Lernens zum Deutschen Qualifikationsrahmen.

Dr. Olaf Kutzmutz Programmleiter Literatur der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Mitglied der Niedersächsischen Literaturkommission.

Prof. Dr. Annette Noschka-Roos Professorin für Museumspädagogik an der TUM School of Education, Leiterin der Hauptabteilung Bildung am Deutschen Museum in München, Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission des Instituts für Museumsforschung SMB-PK in Berlin und Wissenschaftliches Beiratsmitglied in verschiedenen Ausstellungs- und Forschungsprojekten.

Prof. Dr. emer. Christoph Richter Professor Emeritus des Instituts für Musikpädagogik an der Universität der Künste in Berlin (Musikpädagogik und Musikdidaktik; „Musikvermittlung für Erwachsene lernen und erproben“) sowie Lehrbeauftragter an den Musikhochschulen Lübeck und Wien.

Prof. Dr. Steffi Robak Professorin am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover, geschäftsführende Leiterin des Instituts für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung sowie geschäftsführende Leitung der Arbeitsstelle DIVERSITÄT - MIGRATION - BILDUNG (ehem. AG Interpäd - Interkulturelle Pädagogik).

Prof. Dr. Richard Stang Lehrgebiete Medienwissenschaft und Medienpädagogik an der Hochschule der Medien in Stuttgart, Leitung des „Instituts für angewandte Kindermedienforschung (IfaK)“ sowie Leitung des Forschungsschwerpunkts „Lernwelten“.

Prof. Dr. Kristin Westphal Lehrt im Fachbereich Bildungswissenschaften an der Universität Koblenz-Landau (Standort Koblenz) am Institut für Grundschulpädagogik, Wissenschaftlicher Beirat im Bundesverband für Theater in Schulen, Wissenschaftlicher Beirat der Zeitschrift Schultheater (Friedrich Verlag Velber) sowie Mitglied im Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung.

Broschüre zu den Preisträgern 2014

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Kulturelle Bildung ist Thema des Preises für Innovation in der Erwachsenenbildung 2014

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Letzte Änderung: 07/03/2017