Das DIE wird 60!

 

2017

Das DIE stärkt und erweitert die Infrastrukturen für Forschung, Politik und Praxis. Damit entwickeln die Verantwortlichen das Angebot für Forschungsinfrastrukturen nach internationalen Standards weiter und stärken die Dienstleistungen für Forschung, Politik und Praxis der Erwachsenenbildung.

Die Abteilung "Wissenstransfer" bietet Dienstleistungen, die forschungsbasiertes Wissen in Form von Publikationen und einem Lehrkräfteportal für alle Akteure der Erwachsenenbildung nutzbar machen. Zudem ist das bekannte Instrument zur Feststellung von Kompetenzen, der ProfilPASS, hier angegliedert. In der neu gegründeten Abteilung "Forschungsinfrastrukturen" fasst das Institut seine bewährten Infrastrukturen wie die Volkshochschul- und Verbundstatistik, das VHS-Programmarchiv und die DIE-Bibliothek zusammen. Ergänzt werden diese Serviceleistungen künftig um die Sammlung, Aufbereitung und Bereitstellung von internen und externen Forschungsdaten.

Ausblick auf 2018 - Der Sondertatbestand greift: Das DIE hat in einem wettbewerblichen Verfahren der Leibniz-Gemeinschaft zusätzliche Stellen für die Weiterentwicklung seines Forschungsprofils und seiner Dienstleistungsaufgaben eingeworben. Im Mittelpunkt steht ab Herbst 2017 die Einrichtung von vier Nachwuchsgruppen mit je zwei Doktorandenstellen, die sich auf die Erprobung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis konzentrieren sollen.

Der bewilligte "kleine strategische Sondertatbestand", der die vorhandenen 49 institutionellen Stellen um 16,5 erhöht, verbessert das Potenzial des DIE erheblich. Hintergrund sind die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Erwartungen an die Forschung, neues Wissen schnell und wirksam an Politik und Praxis zu vermitteln. Das gilt insbesondere für Institute der Leibniz-Gemeinschaft, die sich dem Ziel verpflichtet haben, "Wissenschaft zum Wohle der Gesellschaft" zu betreiben.

2010er Jahre

2016 Das Institut wird mit gutem Ergebnis evaluiert: Im Juli bescheinigt die Leibniz-Gemeinschaft dem DIE eine positive Entwicklung und empfiehlt eine Förderung des Instituts für weitere sieben Jahre. Sie sieht sehr gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung.

2015 Relaunch der DIE-Website im Responsive Design im Frühjahr 2015.

2015 Zur selben Zeit erhält die peer-reviewte wissenschaftliche Fachzeitschrift: "REPORT. Zeitschrift für Weiterbildungsforschung" eine neue Verlagsheimat, den Wissenschaftsverlag Springer VS. Unter dem neuen Titel "Zeitschrift für Weitberbildungsforschung" (ZfW) wird sie künftig als Open-Access-Journal auf dem Portal SpringerLink kostenfrei verfügbar sein. Mit einem international besetzten Beirat von zwölf renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird zudem die internationale Sichtbarkeit und Reputation der Publikation erhöht.

 2015 wb-web: Im Dezember geht das Portal für Lehrende in der Erwachsenen- und Weiterbildung online. Das von der Bertelsmann Stiftung und dem DIE entwickelte Portal wird ab März 2016 ausschließlich vom DIE betrieben und weiterentwickelt.

2014 - 2017 Prof. Dr. Esther Winther leitet in einem Dreier-Gremium als Wissenschaftliche Direktorin das DIE, gemeinsam mit Prof. Dr. Josef Schrader, Wissenschaftlicher Direktor, und Bettina Pröger, Kaufmännische Direktorin.

2013 Ernennung von Bettina Pröger zur Kaufmännischen Direktorin des DIE.

2013 Im gleichen Jahr startet das DIE einen Prozess zur Strategienentwicklung: Für den inhaltlichen und thematischen Neuzuschnitt der vier Forschungsprogramme orientiert sich das DIE nun an einem Modell von Weiterbildung als Mehrebenensystem, das Handlungsebenen von der Lehr-/Lernsituation bis hin zur nationalen und internationalen politischen Steuerung unterscheidet. Unsere Wissenschaftler forschen nun in folgenden Programmen:

  • Systeme und Politik
  • Organisation und Management
  • Programme und Beteiligung
  • Lehren, Lernen, Beraten

2012 Ernennung von Prof. Dr. Josef Schrader zum Wissenschaftlichen Direktor des DIE.

2011 Erfolgreiche Evaluierung des DIE durch die Leibniz-Gemeinschaft.

 

2000er Jahre

Verstärkte Forschungsorientierung; Schwerpunkte:

  • Professionalisierung des WB-Personals,
  • Kompetenzmessung,
  • Inklusion durch WB,
  • Organisationswandel und Strukturdaten zur WB.

Ausbau der Trägerstatistik und des Informations- und Auswertungsservices für die Bildungseinrichtungen. Datengestützte Weiterbildungs-Berichterstattung (Trendbericht), Erarbeitung steuerungsrelevanter Datenkonzepte (Bildungsmonitoring). Programmträgerschaft Bund-Länder-Programm „Lebenslanges Lernen“. Zertifizierung informellen Lernens (ProfilPASS), Entwicklung von Qualitätstestierungsverfahren (LQW).

Erweiterung der internationalen Vernetzung, z.B. Mithilfe beim Aufbau von Weiterbildungsinstituten in Rumänien und China und Koordination eines ASEM Netzwerkes zur Professionalisierung von Lehrenden.

Umzug von Frankfurt am Main nach Bonn am Rhein (2002). Erfolgreiche Evaluierung der Institutsarbeit durch die Leibniz-Gemeinschaft (2004).

2007 feiert das DIE sein 50jähriges Jubiläum.

Anpassung der Organisation an die aktuellen Herausforderungen (z. B. den Umzug) und an die Komplexität des Arbeitsfeldes über Organisationsentwicklung, Budgetsteuerung, betriebswirtschaftliches Rechnungswesen, programmorientierte Forschungsstrukturen und ein kybernetisches Organisationsmodell.

Institutsleitung:

Wissenschaftlicher Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Ekkehard Nuissl von Rein (Vorsitzender des Vorstands); Direktor (bis 2005): Prof. Dr. Klaus Meisel (Vorstand); Direktor (ab 2002), Kaufmännischer Direktor (2006 - 2012): Hans-Joachim Schuldt (Vorstand)

 

1990er Jahre

Öffnung der Arbeit und der Serviceleistungen für alle Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Umbenennung der Pädagogischen Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (PAS) in „Deutsches Institut für Erwachsenenbildung“ (DIE). Verstärkung der Vernetzungsaktivitäten in der deutschen Weiterbildungslandschaft und der internationalen Arbeit des Instituts.

Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit:

  • Professionalisierung der betrieblichen Strukturen im Weiterbildungsbereich (Themenfelder: Organisation, Wirtschaftlichkeit und Finanzierung, Qualität);
  • Professionalisierung des Weiterbildungspersonals durch die Entwicklung eines Fortbildungsprogramms;
  • Neue Medien in der Weiterbildung.

Organisations- und Bildungsberatung: Entwicklung von Materialien, Fortbildung und direkte Hilfestellung vor Ort.

Grundlegende Überarbeitung der Publikationen des DIE (neue Reihenstruktur: Theorie und Praxis der EB, Perspektive Praxis, Studientexte für EB, Länderportrait Weiterbildung). Zwei neue Zeitschriften: „REPORT Zeitschrift für Weiterbildung“ und „DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung“.

Einführung: Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung.

Evaluation des Wissenschaftsrats, der empfiehlt, „die erfolgreich eingeleitete Institutsentwicklung konsequent fortzuführen“.

Rechtliche Verselbständigung des Instituts und organisatorische Trennung vom Deutschen Volkshochschul-Verband; Gründung des Vereins „Deutsches Institut für Erwachsenenbildung“ (1997); Einrichtung eines hauptamtlichen Vereinsvorstands (Mitglieder: Prof. Dr. Ekkehard Nuissl von Rein, Dr. Klaus Meisel). Ausgliederung der Abteilung Prüfungszentrale in eine gemeinnützige GmbH (WBT Weiterbildungs-Testsysteme).

Mitgliedschaft in der Leibniz-Gemeinschaft (vormals „Blaue Liste“). Prof. Dr. Nuissl von Rein bekleidet das Amt des wissenschaftlichen Vizepräsidenten (1998 bis 2004).

Institutsleitung:

Direktor: Prof. Dr. Hans Tietgens (bis 1991), Prof. Dr. Ekkehard Nuissl von Rein (1991 bis 1997 und ab 1998; die wissenschaftliche Leitung des Instituts ist nun mit einer ordentlichen Professur an der Universität Marburg verknüpft), Prof. Dr. Günther Dohmen (komm. 1997); Stellv. Direktor: Dr. Klaus Meisel (ab 1988)

 

1980er Jahre

Der Wissenschaftsrat empfiehlt einen Ausbau des Instituts mit der Begründung, die pädagogische Arbeitsstelle gebe der Erwachsenenbildungsforschung wichtige Impulse und übernehme die Funktion eines Katalysators (1984).

Weiterentwicklung des Publikationsprogramms (Reihen „Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung“ und „berichte-materialien-planungshilfen“, Dokumentationen zur Geschichte der EB, Loseblattsammlung „Die Volkshochschule – Handbuch für die Praxis der VHS-Leiter und -Mitarbeiter“, Unterrichtsmedien-Dienst, VHS Kurs- und Lehrgangsdienst, Kursbegleitendes Unterrichtsmaterial Zertifikate).

Entwicklungsorientierte eigene Forschung zu Fragen der Bildungsarbeit mit so genannten Randgruppen wie Ausländer/innen, Arbeitslosen oder Analphabeten. Mit der Forschungsausrichtung auf Gesundheits- und Umweltbildung reagiert das Institut auf gesellschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen.

Ausbau der Bibliothek und der Dokumentation.

Institutsleitung:

Direktor: Prof. Dr. Hans Tietgens; Stellv. Direktor/in: Gabriele Kallmeyer (1980), Herbert Bohn (1981 bis 1982), Dr. Monika Völker (1983 bis 1986), Klaus Pehl (1986 bis 1987), Klaus Meisel (ab 1988)

 

1970er Jahre

Anregung und Unterstützung der Professionalisierungsbemühungen der Volkshochschulen insbesondere durch die Entwicklung und Einführung eines Zertifikatsprogramms (im Sprachenbereich und Mathematik/Naturwissenschaften) sowie durch die Durchführung eines Seminarprogramms zur Berufseinführung hauptberuflicher pädagogischer Mitarbeiter/innen und die Entwicklung und Publizierung eines differenzierten Selbststudienmaterials.

Aufbau und Betrieb einer Prüfungszentrale für das Zertifikatsprogramm. Unterstützung der EB-Forschung; Förderung von Forschungsprojekten, insbes. der historischen Forschung.

Aufnahme in die institutionelle Finanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (1971) und in die gemeinsame Forschungsförderung von Bund und Ländern, die so genannte „Blaue Liste“ (1976). In diesem Jahrzehnt erfährt das Institut politische Unterstützung und kann personell und finanziell deutlich wachsen. Neuausrichtung der internen Organisation und des Managements: Trennung nach institutionell geförderten Aufgaben und Projektförderung, Gliederung nach Fachbereichen, Zertifikatsabteilungen und der Prüfungszentrale.

Institutsleitung:

Direktor: Prof. Dr. Hans Tietgens (ab 1978 Professur an der Universität Marburg); Stellv. Direktor/in: Dr. Volker Otto (1974 bis 1976), Albert Pflüger (1977 bis 1978), Gabriele Kallmeyer (1979)

 

1960er Jahre

Start des Publikationsprogramms, Aufbau von Publikationsreihen (Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung, Materialien zur Erwachsenenbildung, Bibliographien zur Erwachsenenbildung).

Entwicklung und Einführung der Volkshochschul-Statistik. Die erste offizielle Volkshochschul-Statistik bezieht sich auf das Berichtsjahr 1962. Unterstützung der Volkshochschularbeit und des fachlichen Austausches durch die Entwicklung von Arbeits- und Unterrichtsmaterialien (spez. Loseblattsammlung „Handbuch für die Praxis des VHS-Leiters und Mitarbeiters“) sowie die Einrichtung und Unterstützung von Fachkommissionen und Arbeitskreisen zu verschiedenen Themenfeldern.

Erweiterung der Bibliothek und Ausbau der Dokumentation und Archive. Erwerb und Aufarbeitung von Nachlässen bedeutender Weiterbildner. Einrichtung eines Arbeitsplanarchivs der Volkshochschulen. Unterstützung wissenschaftlicher Forschungsarbeiten zu Themen der Erwachsenenbildung. Erste Schritte internationaler Zusammenarbeit.

Direktor: Dr. Hans Tietgens (ab 1960 nach der Berufung Dr. Strelewitz auf eine Professur für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Hannover, später Universität Hannover).

 

1950er Jahre

Gegründet wird das Institut 1957 in Frankfurt/Main unter dem Namen "Pädagogische Arbeitsstelle des Deutschen Volkshochschul-Verbandes" (PAS).

Aufgabenstellung laut Bericht der PAS aus dem Jahr 1959: Grundlegende Schritte in der Entwicklung auf ein Institut hin, das

  • der wissenschaftlichen Forschung über Erwachsenenbildung,
  • der Planung der Arbeit und
  • der systematischen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden dient.

Im Mittelpunkt der inhaltlichen Arbeit steht in den ersten Jahren die Frage der Qualität der Programmgestaltung, der Methoden und insbesondere der Qualifikation der Kursleiterinnen und Kursleiter an den deutschen Volkshochschulen. Aufbau einer Bibliothek und Dokumentation der Volkshochschularbeit.

Direktor: Dr. Willy Strelewitz

 

Letzte Änderung: 07/21/2017