Die strukturierte Doktorandenausbildung (SDA) am DIE unterstützt als Teil der Nachwuchsförderung regulär Promovierende und Promovierende in einer Nachwuchsgruppe bei der Anfertigung ihrer Qualifikationsarbeit. Ziel der strukturierten Doktorandenausbildung am DIE ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Erwerb wissenschaftlicher und arbeitsplatzbezogener Kompetenzen zu fördern.

Hierzu wird ein integriertes Kurs- und Betreuungsprogramm für Promovierende geboten, die zu den Themen empirischer Bildungsforschung im Bereich der Erwachsenenbildung forschen wollen. Absolventen der strukturierten Doktorandenausbildung am DIE

  • haben Erfahrungen in der Planung, Leitung, Durchführung und Auswertung bildungswissenschaftlicher Forschungsprojekte gesammelt
  • besitzen ein breites Grundlagenwissen im Bereich der Theorien und Methoden der empirischen Bildungsforschung (quantitativ und qualitativ)
  • verfügen über vertiefende Kenntnisse zu Theorien, Methoden und Verfahren in ihrem jeweiligen Spezialisierungsbereich
  • leisten Beiträge zur wissenschaftlichen Evidenz in der empirischen Bildungsforschung durch die Erarbeitung eigener Forschungsbeiträge
  • verfügen über didaktische Fähigkeiten zur Darstellung und Kommunikation bildungswissenschaftlicher Befunde auf Konferenzen sowie in wissenschaftlichen Zeitschriften

Diese Fähigkeiten zu vermitteln, ist Anliegen und Aufgabe des strukturierten Ausbildungsprogrammes, das sich im Kern über vier Strukturmerkmale auszeichnet (siehe auch Ausbildungsplan unten):

  • Systematisches und zeitlich strukturiertes Kursangebot
  • Umfangreiche Betreuungsleistungen, die in der Promotionsvereinbarung als Verpflichtungen der Betreuenden festgelegt sind
  • Klar zugewiesene institutionalisierte Verantwortungen und organisationale Anordnung am DIE

Institutionenübergreifende Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen und Instituten.

Ausbildungsprogramm

Das Ausbildungsprogramm ist auf eine Regelzeit von drei Jahren ausgelegt und formuliert für diesen Zeitraum im Rahmenlehrplan konkrete Ausbildungsziele.

Das Kursangebot ist institutionsübergreifend angelegt und wird in Teilen am DIE und in Teilen an anderen Einrichtungen und Universitäten angeboten. Es umfasst drei Kursarten:

  • Basismodule dienen der Schaffung einer breiten forscherischen Grundbasis zu den Methoden und Verfahren der empirischen Bildungsforschung. Die Teilnahme an zwei Basismodulen ist verpflichtend und findet am DIE statt.
  • Wahlpflichtmodule dienen der individuellen Bedarfsdeckung in Bezug auf das Dissertationsvorhaben oder auf sonstige Forschungsinteressen. Die Wahl von zwei Pflichtmodulen ist verpflichtend. Jede der kooperierenden Einrichtungen bietet je nach spezifischem Schwerpunkt Module für das Wahlpflichtstudium an.
  • Optionsmodule dienen in Form von individuellen Kompetenztrainings der Entwicklung forscherischer Schlüsselkompetenzen sowie der Karriereplanung und -beratung. Die Teilnahme an den angebotenen Optionsmodulen ist freiwillig.

Die wissenschaftliche Betreuung der Promovierenden dient der Steuerung des Promotionsvorhabens und umfasst u.a.

  • das regelmäßige Angebot von Doktorandenkolloquien, in denen Promovierende zweimal im Laufe der Promotionszeit präsentieren.
  • die Begutachtung von und Rückmeldung auf Manuskripte/n und Dissertation innerhalb von spätestens 6 Wochen.
  • die mindestens einmal jährliche Beratung hinsichtlich von Mitgliedschaften in Berufs- und Fachverbänden sowie der zu besuchenden Konferenzen und Schulungen und der Veröffentlichungsstrategie.
  • das zweimal jährliche Stattfinden eines Arbeitsgesprächs zum aktuellen Stand der Dissertationsarbeiten mit dem/der Betreuer/in und dem/der Promovierenden.
  • die Kontrolle des planmäßigen Fortgangs der Dissertation sowie hierbei die Kommentierung der Zeit- und Arbeitspläne.

 

Kontakt

Dr. Inga Specht

 

 

Letzte Änderung: 05/07/2017